24.06.2013, 20:30 Uhr: BKV Liga 2013 - 13. Spieltag

Bilanz: 10 / 2 / 4

Schützen Richrath - FC Martinsklause
8:3 (6:1)

Schützen packen den Stier bei den Hörnern

An diesem ordinären Montagabend empfingen die Schützen die Thekentruppe aus der Martinsklause, gegen die nach der unnötigen Niederlage im Hinspiel unbedingt ein Sieg her musste. Die Tribüne auf der Schlangenberg-Kampfbahn war diesesmal klar in Schützenhand, denn es hatte sich ein gutes Dutzend Affen versammelt um ihre Mannschaft mit geschickt eingestreuten Motivationszwischenrufen nach vorne zu pushen. Derartig motiviert passten die Schützen von Anfang an auf wie die Schießhunde, und bereits nach wenigen Sekunden konnte Flo einen Querpass in der gegnerischen Abwehr abfangen und dann seinem Spitznamen als Nasenbär alle Ehre machen. Funfact: Auch der VW Typ 4 wurde als Nasenbär bezeichnet. Ohne sein Tempo zu drosseln wieselte er den Ball gekonnte am Torwart vorbei, der zwar ein alter Hase war, in dieser Situation aber eher wie das Kaninchen vor der Schlange wirkte.
Es fing also tierisch gut an und es ging ebenso weiter, denn wie man weiß ist der frühe Vogel besser als der Spatz auf dem Dach. In den folgenden Minuten erhöhten also Henry und Flo abwechselnd auf einen nahezu zweistelligen Spieltstand, während sich die Tribüne mehr und mehr zum Affen machte. Die Klause erinnerte vor allem in der Defensive zeitweise sehr stark an einen Haufen aufgescheuchter Hühner, konnte aber tatsächlich einen der wenigen Angriffe zum Ehrentreffer nutzen. Interimstorwart Baizy monierte dabei völlig zurecht das die eigene Defensive den Löwenanteil am Gegentor zu verantworten hat da sie ihm rücksichtslos die Sicht versperrte. Schweinerei.
Die Schützen gaben auch dem einsetztenden Rehgen eine Mitschuld, hielten das Ganze aber zunächst für eine Eintagsfliege und blieben konsequenterweise auf ihrem hohen Ross sitzen, schließlich hatte man zur Halbzeit immer noch eine fünf-Tore-Führung im Rücken. Auch der Präsi bescheinigte seiner Mannschaft eine bärenstarke erste Hälfte und tat das Gegentor damit ab das auch ein blindes Huhn mal ein Korn findet.
Zur zweiten Hälfte wurde dann auf den Außen umgestellt und auf der Tribüne machte sich sauschnell die Meinung breit das vor allem hier des Pudels Kern begraben liegt. Denn die Schützendefensive benahm sich mehr und mehr wie ein Elefant im Porzellanladen und die Klause kam innerhalb kürzester Zeit nicht nur zu ihrem zweiten, sondern gar zum dritten Treffer. Der Präsi wurde selbstverständlich fuchsteufelswild und fragte sich bereits ob er aufs falsche Pferd gesetzt hatte. Die sonst blendend geölte Schützenmaschine geriet mehr und mehr ins Stottern und auf der Bank machte sich bereits erstes Geheule breit, was aber im allgemeinen Geschnatter unterging. Nachdem die Angriffe in der ersten Hälfte noch mit einem Affenzahn vorgetragen wurden machte sich nun mehr und mehr ein Schneckentempo im Schützenspiel breit. Der Präsi entschloss sich schließlich den Bock zum Gärtner zu machen und beorderte Didi auf die 10er Position, um dort salamandermäßig neue Impulse zu setzen.
Didi weiß natürlich wie der Hase läuft und erkämpfte sich eine vielversprechende Situation nach der anderen. In der aussichtsreichsten machte sich allerdings bemerkbar das zwar jeder Molch ein Salamander ist, aber längst nicht jeder Salamander auch ein Molch. Als er alleine in den Strafraum spatzierte, war er einfach nicht aalglatt genug um selbst den Abschluss zu suchen, sondern setzte sich selbst einen Flo ins Ohr und versuchte zu eben jenem abzuspielen. Doch der Pass war leider für die Katz und der Angriff dementsprechend verhühnert.
Nichtsdestotrotz konnten die Schützen auch in der zweiten Hälfte den Ball noch zweimal über die Linie ferkeln, sodass zumindest der alte Abstand wiederhergestellt wurde. Auch Capi konnte sich mit einem "Lupfer"noch in die Torschützenliste eintragen, wonach er sich stolz wie ein Pfau mit einem "hab ich toll gemacht!" selber beglückwünschte. Letztendlich krähte also nach der etwas vogelwilden Anfangsphase der zweiten Hälfte kein Hahn mehr und die Klause hatte im Gegenteil noch Schwein gehabt das es nicht zweistellig ausgegangen ist, denn die Schützen verwalteten nun die Führung souverän bis zum Schlusspfiff. Nun konnten sich endlich auch die Spieler auf dem Platz wie die Geier auf den Kasten stürzen, der diesemal, obwohl nicht Radler, restlos weggesoffen  wurde.

Aufstellung Schützen

Torschützen

Spielnote: 1

die Schützen lieferten ein Offensiv-Spektakel der absoluten Extraklasse.

Ausgangsformation


Spieldaten

Schützen M'klause
Chancen 10 : 8
Torschüsse 20 : 5
Ecken 8 : 2
gelaufene KM 70.6 : 75.7
gespielte Pässe 216 : 142
Passquote 65 : 52
Ballbesitz 47 : 53
Zweikampfquote 53 : 47
Fouls 4 : 17
Abseits 8 : 0