20.10.2014, 20:30 Uhr: BKV Liga 2014 - 16. Spieltag

Bilanz: 8 / 2 / 8

Lokomotive Langenfeld - Schützen Richrath
3:7 (1:2)

Spektakel in Richrath

An diesem manischen Montag trafen die Schützen ein weiteres Mal auf den Lokalrivalen von der Lokomotive aus Langenfeld. Wer nun das jährliche Eisenbahnwortspielfeuerwerk à la "Zug zum Tor", "Lok auf dem Abstellgleis" oder "Weichen auf Sieg gestellt" erwartet hat muss bitter enttäuscht werden, denn das wäre nun wirklich albern und diesem Schützenfest absolut nicht angemessen.
Zunächst sah es allerdings gar nicht nach einem Schützenfeiertag aus. Die Schützen kamen nur schwer in die Zweikämpfe und ließen dem Gegner zuviele Räume im Mittelfeld. Hierfür könnte man die Ursachen natürlich im Schützenspiel selbst suchen, entschied sich aber dagegen. Stattdessen schob man die schlechte Anfangsphase darauf das die Lokomotive nach dem Streik einfach frischer ins Spiel gehen konnte. Trotz dieses immensen Vorteils hielt sich das für die Lokomotive Zählbare im sehr niedrigen einstelligen Bereich, sodass die Schützen mit ihrer Serie von einem Spiel ohne Niederlage im Rücken genug Selbstvertrauen besaßen um fest an eine Wende im Spiel zu glauben.
Und dieser Glaube sollte noch in der ersten Halbzeit belohnt werden. Zunächst stellte Capi mit Gewalt nach einem Abpraller den Ausgleich her, ehe Micha einen mustergültigen Konter aus kurzer Distanz zur Führung abschloss. Damit gingen die Schützen wie so oft in ihrer rumreichen Historie mit einer Führung in die wohlverdiente Halbzeitpause. Langjährige Schützenkenner wissen, wenn die Schützen erstmal in Fahrt sind, sind sie kaum noch zu stoppen. Daher wunderte es auch kaum jemanden, dass in der zweiten Halbzeit die Tore schneller fielen als Arjen Robben im Strafraum und die Schützen nicht nur ein oder zwei, nicht drei und schon gar nicht vier, sondern sage und schreibe fünf Tore (in Woten fünf) folgen ließen (alle Weltklasse herausgespielt, die meisten in den Winkel, versteht sich von selbst).
Erst danach wurde dem bis hierhin geschonten Schlendrian noch etwas Spielpraxis gegeben, der die in ihn gesteckten Erwartungen locker erfüllte und der Lok noch zwei Treffer gönnte. Ein solches Ergebnis mit ungerader Toranzahl allerdings konnte Henry nicht mit seiner Vorliebe für runde Zahlen in Einklang bringen und schoss deshalb kurz vor Abpfiff noch schnell den Ball zum 7:3 Endstand in die Maschen.

Aufstellung Schützen

Torschützen

Spielnote: 1.5

spannungsgeladenes, intensiv geführtes Derby mit zahlreichen Höhepunkten.

Ausgangsformation


Spieldaten

Lokomotive Schützen
Chancen 3 : 11
Torschüsse 15 : 21
Ecken 11 : 5
gelaufene KM 82.3 : 95.2
gespielte Pässe 160 : 184
Passquote 78 : 86
Ballbesitz 40 : 60
Zweikampfquote 44 : 56
Fouls 14 : 6
Abseits 7 : 4