30.03.2015, 20:30 Uhr: BKV Pokal 2015 - Achtelfinale

Bilanz: 6 / 6 / 11

Schützen Richrath - Bayer Dream Team
4:3 (4:1)

Letzter Sieg vor Ostern

An diesem valencianischen Montagabend trafen die Schützen im Pokalachtelfinale auf den Angstgegner vom Bayerkreuz. Vor dem Spiel trafen sich die Schützen wie immer am letzten Montag vor Ostern zunächst zum traditionellen Paellaessen.

Nun würden sogenannte Sportwissenschaftler vermutlich argumentieren das es gar nicht mal so schlau ist sich zehn Minuten vor dem Spiel den Bauch mit Reis voll zu hauen statt sich warm zu machen, doch zum Glück wussten die Schützen das natürlich das Gegenteil der Fall ist, dass es nämlich sehr schlau ist. Denn das von Flo hervorragend zubereitete Nationalgericht der Region Valencia und der spanischen Ostküste lieferte erst die nötige Energie um einen weiteren grandiosen Meilenstein zur an grandiosen Meilensteinen nicht gerade armen Schützenhistorie hinzuzufügen.
Die Wirkung des katalanischen Gerichts, dessen Name seinen Ursprung im lateinischen Wort patella (eine Art große Platte oder flache Schüssel aus Metall) hat, ließ dann auch nicht lange auf sich warten. Nach gerade einmal sechseinhalb Minuten spielte Marci aus dem Mittelkreis einen Pass in Spitze. Doch es war nicht irgendein Pass. Es war ein Pass so irrational und rätselhaft, so überraschend und unerwartet wie seine Abneigung gegen Reissdorf Kölsch. Dieser Pass führte dazu das Paellakoch Flo alleine auf den Torwart zulaufen und den Ball an selbigem vorbeilegen konnte. Doch damit nicht genug. In der Folge zeigte sich erst die ganze Kraft der Paella, die traditionell mit Safran zubereitet wird um dem Reis die typische gelbe Farbe zu verleihen. Denn nun trug sich auch der Präsident in die Torschützenliste ein, indem er eine scharfe Hereingabe von der rechten Seite direkt nahm und dem Torwart nicht den Hauch einer Chance ließ. Und wiederum nur wenige Minuten später konnten die Schützen durch einen sehenswerten Kopfball von Flo sogar eine Ecke nutzen um den Vorsprung auf drei Tore auszubauen.
Bayer erwachte in der Folge nur langsam aus seiner Schockstarre, konnte aber nun auch den ein oder anderen Angriff bis zum gegnerischen Sechzehner vortragen. Und wie es früher oder später kommen muss endete einer dieser Angriffe tatsächlich mit dem ersten Tor für Bayer. Doch die oft zitierte Weisheit das dieser Treffer zu einem denkbar ungünstigen psychologischen Zeitpunkt fiel ist genauso falsch wie die Annahme das die Paella ein Fischgericht sei, denn quasi im Gegenzug konnte Marci, der mit seinem Haarband heute nicht nur gut aussah sondern auch den nötigen Durchblick hatte, den Vorsprung wieder auf drei Tore erhöhen.
Zu Beginn der zweiten Hälfte schienen die Rollen damit klar verteilt zu sein. Auf der einen Seite die Schützen, die in Villariba ausgelassen feierten und auf der anderen Seite Bayer das in Villabajo noch mit dem Abwasch beschäftigt war. Doch die Leverkusener wollten sich nicht ans Drehbuch halten und hielten in der zweiten Halbzeit besser dagegen. In einer zunehmend kampfbetonten Partie kamen sie immer besser ins Spiel und konnten den Rückstand durch einen zweifelhaften Elfmeter zunächst um ein Tor verkürzen. In der Folge musste Henry den Ball mehrmals ans Aluminium lenken um das Spiel nicht zu eng werden zu lassen. Das klappte dann auch hervorragend bis zur letzten Minute, in der Bayer tatsächlich noch der Anschlusstreffer gelang, was dann aber halb so schlimm war, da wenig später abgepfiffen wurde.

Aufstellung Schützen

Torschützen

Spielnote: 2.5

souveräne und effektive Schützen entschieden das Spiel gegen überforderte Gegner bis zur Pause und legten dann den Schongang ein.

Ausgangsformation


Spieldaten

Schützen Dream Team
Chancen 7 : 3
Torschüsse 4 : 8
Ecken 4 : 9
gelaufene KM 76.9 : 72.5
gespielte Pässe 225 : 178
Passquote 90 : 80
Ballbesitz 82 : 18
Zweikampfquote 47 : 53
Fouls 9 : 13
Abseits 4 : 1