26.06.2017, 19:30 Uhr: BKV Pokal 2017 - Halbfinale Hinspiel

Bilanz: 5 / 1 / 3

Commerzbank D'dorf - Schützen Richrath
0:5 (0:2)

5 Dröpse mit Finalgeschmack

An diesem romantischen Montagabend, an dem der tiefe Sonnenstand die den Schützen ungewohnte Unterbacher Silhouette von ihrer wenigstens etwas schöneren Seite zu zeigen wusste, fanden sich perfekte Bedingungen für einen Schützenpokalfight, der den Trend der letzen Wochen auch gegen die Commerzbänker weitertragen sollte.
Hellwach, trotz der atemberaubenden Szenerie, gingen die Schützenfussballer aus Richrath in das Spiel und konnten ihr filigranes Flügelspiel bereits in den ersten Minuten unter Beweis stellen. Getreu der Pocherweisheit "Flanke, Kopfball, Tor, so stellt der Präsi sich die Schützen vor" wussten die Schützen in persona Marc, früh die Herzen der 5 (in Worten: Fünf) mitgereisten Schützenanhänger zu begeistern. Auch ohne Anzug und Krawatte machten die Abwehrreihen der Commerzbänker dabei eine eher ungewohnt unglückliche und unaufdringliche Figur. Die Schützen konnten hinsichtlich der Kaderstärke wieder nahezu alle Asse aufs Grün schmettern , und parallel sogar noch bewährte Kräfte mit Terminfindung des hopfenbasierten Teambuildings beauftragen. (+++Ein Wortwitz hinsichtlich der Bank der Schützen, die reicher gefüllt war, als das Commerzbank-Konto der ein oder anderen deutschen Tennislegende welche jetzt beim Becker kleinere Brötchen bestellen muss, entfällt aufgrund von Platzgründen+++). Währenddessen arbeiteten die Schützen mit zermürbender Zweikampfarbeit und überfallartigem Umschaltspiel daran, die Ausgangslage für das Rückspiel weiter zu verbessern. Doch besonders der Taktikerfahrung Capis sei es gedankt, dass die Schützen dieses Spiel besonnen gestalten konnten. Denn aus Zeiten, in denen der BKV noch lange vor dem Tochterverband DFB durch Aufnahme von Mannschaften aus dem asiatischen Raum für Aufruhr in der Fußballwelt sorgte, waren die Schützen im ein oder anderen Spiel durch eine verfrüht deutliche Führung noch zu mentalem Leichtsinn übergeglitten. Zudem war den Tatikfüchsen aber natürlich auch bewusst, dass ein 1-0 vor ziemlich genau einem Jahr gegen eben jene Commerzbank noch zu einer Niederlage gereicht hatte. Bei all diesen Gedankenspielen dann noch so kühn zu bleiben, zeichnete heute Capi aus, der getreu dem ‘den-mach-ich-den-mach-ich-nicht‘-Prinzip handlungsschnell das verdiente aber bescheidene 2-0 für die Schützen nachzulegen wusste.
Medicus Präsi wusste in der Halbzeitpause die aufgebrachten Jungs vom kühlen Feuerwasser fernzuhalten und verschrieb stattdessen für die zweite Halbzeit weitere Dröpse zu lutschen, wenn möglich instantan. Eine gute Behandlung vor allem mit spritziger Auffrischung durch Martin über den Flügel , der mit zwei Vorlagen direkt den Puls zu senken wusste. Strucki, erneut Marc und Marci, durch sein 5. Jokersaisontor, konnten die weiteren Auswärtstore auf die hohe Schützenkante packen. Eine geschlossene Mannschaftsleistung, bei der nur zwei etwas abfielen: Zum einen Christian, der lange Zeit des Spiels Gelb-Rot-gefährdet vollbringen musste, sich aber trotz aller jugendlicher und charakterlicher Hitzigkeit zur Besonnenheit verpflichtet wusste und Victor, der nahezu in keiner Phase des Spiels eine Bindung zur Mannschaft aufbauen konnte. Lediglich in der Nachspielzeit sprach er dann mal mit seinen Mannschaftskameraden, um die Mauer bei einem Freistoß zu stellen, wobei auch hier manch einer der Anwesenden im Nachhinein die Prädikate „lieblos“ und „gleichgültig“ auspacken würde. Bereits im Auto auf der Hinfahrt soll es tumultartige Szenen geben haben, berichten Insiderquellen. Dabei musste der Victorwart von seinen Kameraden Mario B und Basti zur Vernunft gebracht werden, weil er (ob mutwillig oder nicht) seine Torwarthandschuhe nicht dabei hatte. Es sollen unter anderem Sätze gefallen sein wie: „Dann spiel ich halt in Jeans!“. Getreu der alten Schützenweisheit „Von Anfang bis Ende gut zuende spielen“, bekamen die Hausherren von den Schützen, außer dem ein oder anderem Kühlpack, nichts mehr angeboten und die Schützen fuhren einen ungefährdeten Zu-Null-Sieg nach Hause.
Die Schützen bauten damit zudem drei aktive Serien weiter aus: Zum Einen sind sie seit nunmehr 7 Spielen ungeschlagen, des Weiteren war dies bereits der vierte Sieg in Serie. Zu guter Letzt blieben die Schützen in dieser Saison in jedem Spiel ungeschlagen in dem sie mindestens ein Tor geschossen haben und der Gegner nicht öfter getroffen hat als sie. Eine Konstanz, die schon bald die großen Streaming-Plattformen auf den Plan rufen wird.
Apropros Kasten leer gehalten. Bezahlt machte sich auch die hervorragende Arbeit von Jona, der den Kasten mithilfe einer zur Außentemperaturen exakt berechneten Anzahl von Kühlpacks, unter Berücksichtigung einer spezifischen Wärmekapazität von Bier von ca. 4 KJ/(Kg*K) und eines Wärmedurchgangskoeffizienten von Glas von ca. 5 W/(m²*K), auf erfrischende 7,85°C herabkühlte, wodurch die Siegesfeier der Schützen hervorragend flüssig untermalt werden konnte (+++Der Vergleich des Bierkontos der Schützen nach dem Spiel und dem Konto einer deutschen Vorabendshowlegende, dessen Leben jetzt wohl eher wieder durch Rollen in Form akrobatischer Art und weniger durch münzgefüllte Rollen seiner Commerzbankfiliale geprägt wird, entfällt, siehe oben+++). Es erschallten die lieblichen Gesänge in herrlicher Kulisse der Unterbacher Sportstätte, bei denen bei angereisten Altmeistern Tränen in Erinnerung an 2012 erkennbar scheinten. Mit festem Blick auf das Finale, gehen die Schützen in eine trainingsfreie Woche, die sie sich mit dieser Leistung redlich verdient haben!

Aufstellung Schützen

Torschützen

Spielnote: 3.5

nach einer zähen erste Hälfte steigerten sich die Schützen, Spannung kam aber selbst nach dem Gegentor nicht mehr groß auf.

Ausgangsformation


Spieldaten

Commerzbank Schützen
Chancen 5 : 6
Torschüsse 1 : 17
Ecken 0 : 0
gelaufene KM 75.4 : 90.2
gespielte Pässe 182 : 215
Passquote 62 : 73
Ballbesitz 53 : 47
Zweikampfquote 44 : 56
Fouls 5 : 12
Abseits 2 : 3